#homemade: Brioche Toast


Hallo!_400



Wer kennt es nicht… das Toast Hawaii. Diese Erfindung von Fernsehkoch Clemens Wilmenrod Mitte der 1950er Jahre war es, die das Toast-Brot in Deutschland so richtig populär machte. Nach dem zweiten Weltkrieg von amerikanischen Firmen als gehobene und praktische Brotmahlzeit etabliert, schaffte es das Kastenweißbrot schnell in fast jeden deutschen Haushalt.

Auch ich kann mich zurück erinnern an meine Schulzeit, ein Start in den Tag ohne mein Marmeladen-Toast und meinen Kakao war kein guter Start. So kommt es, dass ich noch heute gerne ab und zu ein leckeres Toast esse.

Da ich mittlerweile aber darauf achte, weitestgehend auf Fertigprodukte oder auf ‚Frisch-gebacken-in-Tüten-Verpacktes‘ zu verzichten, habe ich in meinen Koch- und Back-Büchern nach einem Rezept gesucht, und bin in ‚The Larousse Book of Bread‘ von Éric Kayser fündig geworden.





Ich bin ganz begeistert von dem Brot! Durch seinen vergleichsweise hohen Eiweißgehalt hat der Teig ein relativ hohes Gashaltevermögen, weshalb das Brot eine recht feinporige Struktur erhält. Frisch geröstet duftet es enorm und richt viel appetitlicher, als seine abgepackten Kollegen!

Hier nun meine leicht abgewandelte Version von Éric Kaysers Toast, ich habe zusätzlich noch etwas Sahne verwendet und den Zucker ein wenig reduziert!


Brioche Toast




für 1 Kastenform


Zutaten | 500g Mehl (Type 550) + Mehl zum Arbeiten • 100g Wasser • 50g + 20g Sahne • 3 + 1 Bio-Eier (Größe M) • ½ Würfel (ca. 20g) frische Hefe • 35g Zucker • 80g Butter + Butter zum Fetten der Form •8g Salz


  • Wasser und 50g Sahne in einem kleinen Topf auf maximal 30°C erwärmen.
  • Mehl auf die Arbeitsfläche oder in eine Schüssel geben und in der Mitte eine Mulde formen.
  • Wasser-Sahne-Gemisch, Zucker und die mit den Fingern klein zerbröselte Hefe hinein geben und vom Rand der Mulde her etwas Mehl untermischen, bis die Hefe sich aufgelöst hat und ein noch recht flüssiger Vorteig entstanden ist.
  • Vorteig für 30 Minuten gehen lassen. Butter in der Zwischenzeit in kleine Würfel schneiden und Zimmertemperatur annehmen lassen.
  • Ist der Vorteig gegangen, 3 Eier und das Salz dazu geben und alles miteinander vermischen, bis das gesamte Mehl eingearbeitet ist.
  • Die Butterwürfel dazu geben und alles zu einem weichen geschmeidigen Teig verkneten. Klebt der Teig zu sehr in der Schüssel oder auf der Arbeitsfläche, ruhig noch etwas Mehl dazu geben!
  • Den Teig zu einer Kugel formen und abgedeckt in einer Schüssel für mindestens 1 Stunde an einem warmen Ort (ich erhitze meinen Ofen auf 80°C, schalte ihn dann aus und stelle die Schüssel hinein) gehen lassen. Nach einer Stunde sollte sich der Teig in der Menge verdoppelt haben.
  • Die Arbeitsfläche bemehlen, und die Backform ausfetten. Den Teig in 4 gleichgroße Stücke schneiden.
  • Jedes Stück einmal zusammenfalten und dann zwischen den Handflächen zu einer Kugel formen.
  • Die Kugeln nebeneinander in die Kastenform geben. Das Ei mit dem Rest Sahne verquirlen und den Teig damit bestreichen und so erneut für mindestens 30 Minuten gehen lassen.
  • Ein Stück Backpapier auf dem Boden des Backofens platzieren und den Ofen auf 180°C (Umluft) vorheizen.
  • Den Teig erneut mit der Ei-Sahne-Mischung bestreichen und ½ Glas Wasser auf das erhitzte Backpapier geben. Die Form sofort in den Ofen stellen und das Brioche Toast in 30-35 Minuten goldgelb und knusprig backen.
  • Toast aus der Form stürzen und auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.




Das Rezept als PDF könnt Ihr per Klick hier downloaden: Brioche Toast


Das Brioche Toast hält sich abgedeckt mit einem Küchentuch mindestens 1 Woche – natürlich nur, wenn Ihr es nicht vorher aufgefuttert habt!




Live Food. Food Live.

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Eckel's Küche#homemade: Brioche Toast

Comments 2

  1. Anette

    Hey, danke mal wieder für diese Idee.
    Seit 4 Wochen backe ich dieses Toastbrot im 3-4-Tage-Takt.
    Mal mit 1050er Dinkel- (nicht so doll), mal mit 450er Weizen-Mehl,
    aber am Allerliebsten mit 630er Dinkelmehl 🙂
    Ich habe allerdings die Zuckermenge nochmal ein wenig reduziert
    und lege den Teig als Rolle in die Form 😉

    1. Post
      Author
      Eckel's Küche

      Liebe Annette!

      Schön, von dir zu hören 🙂
      Klasse, dass ich dich zum Toast backen animieren konnte – ich komme zeitlich leider nicht so oft dazu selbst zu Backen, wie ich gerne würde!
      Dinkelmehl ist natürlich nochmal um einiges gesünder, ich muss demnächst auch mal eine Vollkorn-Variante ausprobieren.

      Viele Grüße aus und zu Dir ins Saarland – F

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