Galileo | Pizza-Böden aus Spaghetti, Zucchini & Kartoffel

Hallo!_400



Endlich habe ich es geschafft, und Euch die Rezepte für die Trend-Pizzaböden aufgeschrieben, die ich Euch bereits am Montag zusammen mit Gennaro aus dem 485 Grad in Köln bei Galileo – Das Wissensmagazin auf ProSieben gezeigt habe.

An dieser Stelle möchte ich mich aber gerne noch einmal bei TV Two und vor allem bei Lena Tiedtke für das entgegengebrachte Vertrauen und den riesen Fun beim Dreh bedanken!


Ich glaube es gibt kaum jemanden, der keine Pizza mag. Für die meisten von uns gehört diese Köstlichkeit, denen die Italiener zu Weltruhm verholfen haben, von Kindheitstagen an zu unseren Leibspeisen.

Erfunden wurde die Pizza aber wahrscheinlich von den Arabern, die schon vor über 3000 Jahren Hefe als Triebmittel für Ihre Fladenbrote – so genannte „Pita“ – verwendet haben. Schon damals wurde der Brotteig mit allem belegt, was die Speisekammer hergab.

Unter Italienern gilt Neapel einstimmig als die Geburtsstadt der Pizza. Dies macht insofern Sinn, da typischerweise im Norden Reis- und Nudelgerichte auf den Tisch kommen, und im Süden eher Pizza. Außerdem ist die Pizza eigentlich ein Arme-Leute-Essen: auf den Brotteig kam das, was man gerade besaß. Und Italiens Süden ist weitaus ärmer als der Rest des Landes. Außerdem befindet sich die erwiesenermaßen älteste Pizzeria Italiens – die Antica Pizzeria d’Alba (est. 1830) –  in Neapel.

Somit ist es klar, dass ich in Gennaro – seines Zeichens waschechter Neapolitaner, und ein spitzenmäßiger Pizzabäcker –  meinen größten Kritiker während des Drehs direkt neben mir stehen hatte. Ihn konnte ich mit Zucchini, Spaghetti und Kartoffel von schmackhaften Alternativen zum Klassiker überzeugen.

Ob’s Euch schmeckt, findet Ihr nur raus, wenn Ihr die Trends selbst mal ausprobiert – deshalb wie versprochen hier die Rezepte!


Zucchini-Pizza



Low Carb ist total im Trend. Die Pizza mit Zucchini-Boden ist definitiv eine ‚ohne Reue-Pizza’… wenig Kohlenhydrate: Check! Aber ganz ohne Kalorien geht’s auch hier nicht!


zucchini_netz


für 1 Springform, 27cm Durchmesser


für den Boden | 2 mittelgroße Zucchini • 200g geriebener Emmentaler • 3 Bio-Eier (Größe M) • Meersalz & schwarzer Pfeffer aus der Mühle | Belag | 200ml von eurer Lieblings-Tomatensauce • 150g geriebener Emmentaler • 1 Kugel Büffel-Mozzarella • 200g braune Champignons • 150g Cocktailtomaten • 4 Scheiben Kochschinken • 10 Scheiben Salami • 3 Zweige frisches Basilikum • 1 EL Olivenöl


  • Zucchini auf der Reibe grob raspeln. Mit reichlich Salz in eine Schüssel geben und für mindestens 30 Minuten ‘Wasser ziehen‘ lassen. Backofen auf 180°C (Umluft) vorheizen.
  • Zucchini in ein Küchentuch geben und die gezogene Flüssigkeit gründlich auspressen.
  • 200g Emmentaler und die Eier mit den Zucchini-Raspeln in eine Schüssel geben und alles gut miteinander vermengen. Salzen und pfeffern.
  • Eine Springform (27cm) ölen und die Zucchinimasse ca. 1cm dick darin verteilen.
  • Tomatensauce auf dem Boden verteilen und den Emmentaler darüber streuen.
  • Champignons putzen und in Viertel schneiden. Tomaten waschen und ebenfalls vierteln. Schinken und Salami nach eigenem Gusto z.B. in Streifen schneiden.
  • Belag auf der Pizza verteilen und zum Schluss den klein gezupften Mozzarella auf der Pizza verteilen.
  • Die Form in den vorgeheizten Ofen geben und die zucchini-Pizza in 25-30 Minuten goldbraun ausbacken.
  • Die Pizza kurz in der Form abkühlen lassen und mit Hilfe eines Pfannenwenders (o.ä.) aus der Form heben.
  • Basilikum-Blätter von den Stielen abzupfen und die Pizza damit garnieren.


Das Rezept als PDF könnt Ihr per Klick hier downloaden: Zucchini-Pizza


Spaghetti-Pizza



Bei dieser Pizza prallen Welten aufeinander! Gennaro hat mich wie vom Blitz getroffen angeschaut, als ich im von meiner Idee erzählt habe, aus Spaghetti einen Pizza-Boden herzustellen. Für Italiener undenkbar… ist aber definitiv echt lecker und auch ein klasse Resteverwertungs-Essen wenn Ihr mal wieder zu viele Nudeln gekocht habt!



für 1 Springform, 27cm Durchmesser


für den Boden | 250g Spaghetti • 4 Bio-Eier (Größe M) • 250ml Milch • 2 Zweige frischer Majoran • Meersalz & schwarzer Pfeffer aus der Mühle | Belag | 200ml von eurer Lieblings-Tomatensauce • 150g geriebener Emmentaler • 1 Kugel Büffel-Mozzarella • 200g braune Champignons • 1 kleine Zucchini • 1 Knoblauchzehe • 150g Cocktailtomaten • 5 Scheiben Bacon • 2 Zweige frischer Majoran • 1 EL Olivenöl


  • Ofen auf 180°C (Umluft) vorheizen. In einem großen Topf reichlich Wasser (salzen!) zum Kochen bringen. Die Spaghetti darin nach Packungsanweisung al dente garen.
  • Gekochte Spaghetti abseihen und auf dem Boden einer Springform (etwas höherer Rand, 27cm Durchmesser) verteilen.
  • In einer Schüssel Eier und Milch miteinander verquirlen. Die Majoran-Blättchen von den Stielen abzupfen und zur Milch-Ei-Mischung geben. Gut salzen und pfeffern. Mischung gleichmäßig über die Spaghetti geben.
  • Tomatensauce auf den Spaghetti verteilen und den Emmentaler darüber streuen.
  • Champignons putzen und in Viertel schneiden. Zucchini waschen und mit der Gemüsereibe in dünne Scheiben hobeln.
  • Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und das vorbereitete Gemüse zusammen mit der angedrückten Knoblauchzehe bei mittlerer Hitze für 2-3 Minuten anschwitzen. Knoblauchzehe entfernen und das angeschwitzte Gemüse gleichmäßig auf der Pizza verteilen.
  • Cocktailtomaten waschen und ebenfalls vierteln. Auf der Pizza verteilen. Mozzarella mit den Händen in kleine Stücke zupfen und ebenfalls auf den Pizzaboden geben.
  • Die Form in den vorgeheizten Ofen geben und die Spaghetti-Pizza in 25-30 Minuten goldbraun ausbacken.
  • Kurz vor Ende der Backzeit den Bacon in einer beschichteten Pfanne ohne Öl auslassen.
  • Die Pizza kurz in der Form abkühlen lassen und mit Hilfe eines Pfannenwenders (o.ä.) aus der Form heben.
  • Mit dem Bacon und frisch gezupftem Majoran garnieren und servieren.

Das Rezept als PDF könnt Ihr per Klick hier downloaden: Spaghetti-Pizza

Kartoffel-Pizza



Wir Deutschen fliegen auf Kartoffeln. Daher ist es klar, dass unser aller Lieblings-Knolle auch also Zutat für einen Pizzaboden herhalten muss. Das Ergebnis lässt sich echt sehen – und vor allem: es schmeckt!



für 1 Springform, 27cm Durchmesser


für den Boden | 500g Kartoffeln (mehlig kochend) • 1 Würfel frische Hefe (42g) • 330g Mehl (Type 00, alternativ Type 550) • 1 EL Olivenöl • 180ml lauwarmes Wasser • Meersalz | Belag | 250ml von eurer Lieblings-Tomatensauce • 4 frische Feigen • 200g Ziegenfrischkäse • 8 Scheiben Parmaschinken • 1 Schale Rucola • alter Aceto Balsamico


  • Kartoffeln kochen, pellen und durch eine Kartoffelpresse (alternativ funktioniert auch ein Kartoffelstampfer) in eine Schüssel pressen.
  • Hefe in das warme Wasser bröseln und unter Rühren auflösen. Zu den Kartoffeln geben. Mehl, Olivenöl und ca. 1 TL Salz ebenfalls in die Schüssel geben und alles mit den Händen zu einem geschmeidigen Teig verkneten.
  • Teig zu einer Kugel formen und abgedeckt in der Schüssel an einem warmen Ort 30 Minuten gehen lassen.
  • Backofen auf 180°C (Umluft) vorheizen.
  • Teig für ein großes rechteckiges Blech passend ausrollen und auf ein geöltes Blech legen. Die Tomatensauce gleichmäßig darauf verteilen.
  • Feigen in Scheiben schneiden und auf der Pizza verteilen.
  • Ziegenfrischkäse in kleine Stücke zupfen und ebenfalls auf dem Kartoffelboden verteilen.
  • Die Pizza in 20-25 Minuten im vorgeheizten Ofen goldgelb ausbacken.
  • Die fertige Pizza mit dem Parmaschinken und dem Rucola belegen. Etwas Balsamico-Essig darüber träufeln und servieren.

Das Rezept als PDF könnt Ihr per Klick hier downloaden: Kartoffel-Pizza



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